Auf nach Gibraltar

von SV Assai am 23.12.2020 / in Feedreader

Unsere Freunde Dörte und Jens sind über den Winter nach Gibraltar gesegelt. Ihr Auto und ihr Moped haben sie aber hier in Portimao gelassen. Wir haben uns bereit erklärt, ihnen das Moped vorbei zu bringen. Und das tun wir nun endlich.

Wir haben vorher noch am Kiel angefangen. Schleifen, entrosten. Super Sache, ich liege also Kopf über halb unter dem Kiel, während mir die Schleifpartikel um die Ohren und in die Ohren fliegen. Die Schutzbrille beschlägt wegen der Atemschutzmaske, also halber Blindflug oder Partikel im Auge. Zudem im kalten und nassen Dreck liegen und laut ist es auch. Freiwillige? Eher nicht, aber Alex ist mit dem Ruder beschäftigt und sonst ist keiner da. Also bin ich dran. Ein paar Stunden später ist der Kiel soweit und ich kann am nächsten Tag streichen.

Die beschädigten Stellen am Kiel sind frei gelegt
Und die neue Beschichtung beginnt

Ein Tag Regen und dann wieder streichen. Dann muss die Beschichtung erstmal eine Woche lang trocknen. Viel Zeit, um nach Gibraltar zu fahren.

So packen wir unser Zeug zusammen, das Moped auf den Hänger und fahren am Sonntag morgen los. Das Wetter ist hervorragend, die Sonne scheint und es ist mockelig warm. Die Grenze zu Spanien bemerken wir quasi nicht und die Grenze zu Gibraltar ist innerhalb von Minuten passiert.

Die Grenze zwischen Portugal und Spanien. Durch diese Brücke sind wir dieses Jahr schon mit unserem Boot gefahren.
Der Felsen von Gibraltar ist in Sicht

Die Freude über das Wiedersehen ist groß.

Den ersten Abend sehen wir sogar unsere Freunde von der Pintail wieder. Mit Stefan und Emma haben wir unsere Reise in Nord Portugal begonnen. Dank der neuen Medien konnten wir die Zeit über Kontakt halten. Sich jetzt wieder zu sehen in Gibraltar, dem Ort wo wir uns das letzte Mal vor vier Jahren gesehen haben, ist wunderbar. Wir sitzen zusammen auf der Pintail und es ist so, als ob wir uns gestern das letzte Mal gesehen haben.

Für den nächsten Tag verabreden wir uns, gemeinsam auf den Affenfelsen zu wandern.

Den Rest des Abends quatschen wir mit Jens und Dörte. Erst um zwei Uhr Nachts gehen wir dann schlafen. Wir planen zwei Tage zu bleiben und am Mittwoch Morgen wieder zurück zu fahren. Von dem, was wir dort sehen, gehen die Menschen in Gibraltar sehr entspannt mit dem Thema Maske um. Es gab das ganze Jahr hier kaum einen Corona positiven. Das soll sich in den kommenden Tagen noch drastisch ändern.

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