Die Mediterranean steps

von SV Assai am 25.12.2020 / in Feedreader

Gibraltar besteht ja irgendwie nur aus dem Affenfelsen. Da gibt es natürlich mehr als einen Weg hinauf. Vor vier Jahren sind wir mit Stefan und Emma den wohl eher „normalen“ Weg gegangen. Dieses Mal soll es der etwas schwierigere Weg sein. Die mediterranean Steps.

Die Nacht war… nennen wir es unruhig. Wir lagen irgendwie falsch rum im Bett, so dass ich mir drei Mal den Kopf abgehauen habe, Alex kaum Platz hatte, sich zu drehen und es hat sich so viel Kondenswasser am Fenster gebildet, dass es immer wieder auf uns runter tropft.

Aber nichts, was ein guter Kaffee am Morgen nicht wieder gut machen kann. Wir frühstücken gemeinsam an Bord der Aurelie und treffen uns dann mit Emma und Stefan am jüdischen Friedhof. Dort geht der Weg los. Emma hat Höhenangst und beschließt, den normalen Weg zu gehen. Stefan, Dörte, Jens und wir gehen den besonderen Weg. Der ist wirklich schön. Also, so wirklich. Durchaus anstrengend mit vielen Stufen, aber die Natur und die Aussicht sind es allemal Wert. Ein kleines Picknick zwischendrin stärkt uns wieder.

Treppen runter
Treppen rauf
Picknick
Der Blick nach Afrika
Da kamen wir her
Die Tanker sehen so winzig aus

Stefan und Alex quatschen den ganzen Weg hinauf über alles Mögliche. Boitstechnik natürlich. Was hast du hier gemacht und was da? Was hälst du hier von oder davon? Wir lachen sehr viel dabei. Es ist schön, dass sich unsere Freunde Dörte und Jens auch gut mit Stefan und Emma verstehen.

Wir finden zwei tolle Höhlen, die wir erkunden können. Nicht sehr groß und natürlich waren schon viele vor uns hier, aber es ist immer spannend.

Blick aus der Höhle
Aus einer anderen Perspektive

Als wir oben ankommen, wartet Emma schon eine ganze Weile auf uns. Die Aussicht ist gigantisch. Die Tanker, die zu groß sind, um durch den Panama Kanal zu fahren, sehen aus wie Spielzeug von hier. Afrika sieht man heute sehr gut, es sieht aus, als ob man rüber spucken könnte. Es ist immer wieder faszinierend, wie nah die beiden Kontinente zusammen liegen.

Wir gucken uns gemeinsam die kleine Ausstellung an, wo die riesige Kanone erklärt wird. Es ist unfassbar, wie viel Aufwand betrieben werden musste, um einen Schuss abzufeuern.

Die Kanone
Rechts sieht man Spanien und hinten Afrika
Der Maschinenraum um die Kanone zu befeuern
Man muss erst rechnen, um zu zielen

Wieder runter gehen wir über eine Hängebrücke. Emma rennt quasi mit geschlossenen Augen über die Brücke. Aber schafft es ganz wunderbar. Hier sehen wir auch einige Affen. Wir passen aber besonders auf, nichts zu essen in der Hand zu haben und nichts falsches zu tun.

Auf der Hängebrücke
Affen sind überall. Nah
Und fern.
Gute Aussicht für die Tiere

Unten angekommen, müssen wir noch ein Foto von Stefan, Emma und uns machen mit der britischen Flagge, die auf die Stufen nach oben gemalt wurde.

Wiedervereint unter britischer Flagge

Dann gönnen wir uns in der belebten Innenstadt noch ein orginales Fish and Chips. Seit heute gelten neue Vorschriften. Die Maskenpflicht gilt nun auch in manchen Straßen, die besonders belebt sind. Es wurde beschlossen, dass alle Restaurants bis zum 5. Januar komplett geschlossen bleiben müssen.

Da haben wir noch Glück gehabt mit unserem Fish and Chips. Wir sind nämlich ziemlich groggy von den 7 Kilometern, die wir heute gelaufen sind. Inklusive 400 Höhenmeter. Wir sind ja nichts mehr gewöhnt. Der Abend wird ruhig und entspannt. Der kommende Tag aber soll wirklich spannend werden.

Der Beitrag Die Mediterranean steps erschien zuerst auf Living aboard SV Assai.

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